Konzept

 

Das Konzept meiner Band-coaching Workshops ist hier in kurzen Schlagworten erläutert. Eine Homepage kann selbstverständlich nicht einen mehrstündigen bzw. über 2 Tage gehenden Lehrgang im Detail wiedergeben. Im Laufe der Zeit werden aber sicherlich noch weitere Informationen dazu kommen.

 

Themen / Fragestellungen

 

Aufwärmen:  Körperlich, im Stehen, Bodypercussion, Singen, Atemübungen, Brain-Gymn

 

Einspielen: Orchester spielt sich selber ein (vor der Probe), Ich gestalte das Einspielen, Mit Literatur? Was ist geeignete Literatur? Mit eigenen Ideen, nur Tonleitern oder anhand der zu probenden Stücke?

 Wie binde ich die Schlagzeuger mit ein? Mallets mit Tonleiterspiel, Schlagzeug (kleine Trommel) mit Rhythmus.

 

Einstimmen:  Wie? Mit Stimmgerät??? Ohne Stimmgerät!!! Wann ist ein Stimmgerät sinnvoll? Die Musiker müssen hören lernen!!! Wie geht man vor? In welcher Reihenfolge stimme ich das Orchester durch?

 

Wie probe ich Intonation? Wie erkenne ich ob ein Ton zu hoch oder zu tief ist. Was ist zu beachten?

Intonation proben kostet Zeit, Ruhe und Konzentration. Immer konsequent sein, aber dosiert einsetzten. Musiker mit einbinden, also immer mithören lassen, auch und besonders die, die gerade nicht spielen. Selber korrigieren lassen und ausprobieren lassen.

Grundlagen der Harmonielehre kennen und vermitteln. Akkordaufbau (Oktave-Quinte-Terz) kennen und in dieser Reihenfolge Akkorde einstimmen. Intervalle Singen – Solmisation.

 

Artikulation und Phrasenbildung: Rhythmen sprechen – in der gewünschten Art (Staccato – Tenuto – Portato etc.) Schlagzeuger immer zuhilfe nehmen (Metronom).  Gemeinsam Phrasen singen, Zieltöne und Höhepunkte in Phrasen suchen, Dynamik gemeinsam gestalten (lineares crescendo / crescendo als Parabel). Auf einem Ton in der Länge der Phrase, auf einem Ton im Rhythmus der Phrase (Schlagzeug einbinden)

 

Orchesterklang / Klangausgleich: In einen Klang hineinhören. Wo liegen die Probleme im Zusammenspiel unterschiedlicher Register? Z.B. Saxophon  und Horn, Trompete und Oboe, hohe Flöten. Wo liegen die Problemtöne (faule Töne) in den einzelnen Instrumenten? Spezifische Probleme, die aufgrund der Besetzung in meinem Verein entstehen ( 1 Horn und 5 Altsaxophone, 6 Flügelhörner und vier Klarinetten). Klangpyramide – Klang von unten aufbauen.

Sitzordnung ändern. Je nach Größe des Orchesters im Kreis sitzen. Wichtig: nur ein Kreis! (zwei Kreise sind kontraproduktiv). Oder Formation beibehalten, aber durcheinander setzen, sodass möglichst kein Musiker neben seinem sonstigen sitzt. Besser noch neben einem, der ein anderes Instrument spielt. Hörgewohnheiten verändern und neue Hörerfahrungen sammeln. Im Stehen spielen, mit geschlossenen Augen spielen.

 

Umsetzung in der Praxis: Wie kann man diese Themen regelmäßig in einer 2 stündigen Probe pro Woche unterbringen? Geht das überhaupt? JA!!! Wie? Vorschläge.

 

Ziel: ein Orchester mit einem gemeinsam erarbeiteten Klang, nicht 30, 40 oder 50 Musiker / Individualisten.

 

Musiker motivieren, diese Themen immer wieder in der Probe zu erarbeiten. Wie kann ich Musiker von der Notwendigkeit dieser Themen überzeugen und begeistern?

Erfolge müssen hörbar werden und sich auch bei Auftritten und Konzerten wiederspiegeln.

 

Vorschläge zur Gestaltung und Optimierung der Probe und der Probearbeit unter Berücksichtigung einer 2 Stündigen Probe pro Woche:

 

- Das Orchester spielt sich vor der Probe eigenständig ein. Ca. Viertelstunde vor der Probe.

 

- Die Probe beginnt pünktlich mit einem der zu probenden Stücke, oder

 

- Einspielen (Singen, Rhythmus, Atemübungen) mit Themen und Schwierigkeiten, die ein Werk betreffen, das ich proben werde. D.h. das Einspielen ist bereits Bestandteil der Probearbeit und nicht losgelöst davon.

 

- Durchstimmen! Immer! Die Zeit muss man sich nehmen! Lieber am Schluss überziehen und sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen.

 

- 2 Stunden Probe heißt 2 Stunden Probe! Keine Pause.

 

- Intonation, Klang und Artikulation immer an der Literatur (an der Sache) proben, nie oder nur in Ausnahmen abstrakt. Sonst fehlt sehr schnell die Akzeptanz der Musiker/innen.

 

- Nicht festbeißen! Nicht alles klappt auf Anhieb und braucht manchmal mehrere Proben.

 

- Immer alle Musiker zum Mithören ermuntern.  Auch bei Probeabschnitten mit einzelnen Registern.